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Die Sinne - Kinder lernen handelnd denken

Kleine Kinder lernen sinnlich; für sie ist das Leben ein gewaltiges Sinneskonzert. Je mehr wir die Kinder bei ihren sinnlichen Abenteuern und Entdeckungsreisen an ihrem eigenen Körper und mit Naturelementen wie Wasser, Sand, Schlamm, Erde usw. gewähren lassen, desto früher bringen sie das Stadium des Grob-Sinnlichen hinter sich. Je mehr die Kinder im eigentätigen Handeln Erfahrungen machen können, umso besser wird das Gehirn für späteres, abstraktes Lernen vorbereitet. Verweigern wir dem Kind auf lustvolle und unbeschwerte Weise die Wunder seines Körpers und der Natur zu entdecken, verpassen wir eine Chance, Impulse zu geben für neugierige, erfüllte, aktive, positive Menschen.

Ist ein Kind auf seine "Lang-Distanz-Sinne" (sehen, hören) beschränkt, kann es sich kein vollständiges Konzept der Welt erarbeiten. In den ersten Lebensjahren übt das Kind das Zusammenspiel von Sinneswahrnehmung und Motorik und trainiert die immer besser werdende Koordination. Es macht sich die Naturgesetze des eigenen Körpers und der umgebenden Natur zu eigen.

Das Spiel - im Spiel erobert sich das Kind seine Umwelt

Eine der wichtigsten Kräfte zur Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit ist das kindliche Spiel. Die Neugier ist die treibende Kraft zur ausdauernden Eigentätigkeit, die dem Kind immer wieder neue Einsichten und Lernerfahrungen schenkt. Im Spiel verfeinert das Kind seine Wahrnehmung, schult Grob- und Feinmotorik, lernt Ausdauer und vertieft das Zusammenspiel verschiedener Wahrnehmungsbereiche.

Durch zuviel Animation verlernt das Kind Langeweile zu ertragen und aus sich heraus etwas zu entwickeln. Das Umsetzen der wachsenden Ideen benötigt viele Hände, Füsse und Köpfe. Das soziale Lernen geschieht ganz nebenbei.

Neugier wecken: durch eine freiheitliche, individuelle, ermutigende, unterstützende Atmosphäre erlauben wir dem Kind seine natürliche Neugier als Triebkraft zu entdecken.

eigenaktives Lernen: wir bieten dem Kind einen vielfältigen Erfahrungs- und Entdeckungsraum an, in welchem es in seinem eigenen Rhythmus ausprobieren, wiederholen und vertiefen kann.

Selbstvertrauen entwickeln: wer seine Grenzen erweitern will, muss sie vorher erfahren. Besonders im Wald können die Kinder ihre persönlichen Grenzen kennenlernen. Sie lernen sich etwas zuzutrauen, Neues auszuprobieren und sich täglich zu beweisen. Dadurch entwickeln sie eine realistische Selbstwahrnehmung und eine gesunde Selbstakzeptanz.

im Moment sein: nie mehr sind wir so im Hier und Jetzt wie in der Kindheit. Alles wird unmittelbar und intensiv wahrgenommen. Das Kind verliert sich völlig in seinem Spiel, geht darin auf, erlebt Erfüllung.

Soziales Lernen - respektvoller Umgang weckt den Gemeinschaftssinn

Im Zentrum steht die Echtheit der Begegnung mit sich selbst, den andern und der Natur.

Durch einen offenen, respektvollen und ehrlichen Umgang mit allen Lebewesen, lernen wir mit verschiedensten Menschen und ihrer Eigenart umzugehen und Gemeinsamkeiten zu finden. Liebevolles Verständnis und Wertschätzen der Individualität, aber auch konsequente Klarheit, bereiten den Boden für Gemeinschaft. Konflikte sind Bestandteil des Lebens, wir unterstützen einander darin, sinnvoll mit ihnen umzugehen. WaKiTa begleitet das Kind auf seinem Weg und lässt ihm Zeit für seine eigenen Entdeckungen und Erfahrungen.

Individuelles Lernen - eigenständige Interaktion fördert echtes Verständnis

Durch das Schaffen einer anregenden und sicheren Umgebung werden die Voraussetzungen geschaffen, welche dem Kind erlauben, Eigeninitiative zu ergreifen um seinen Interessen entsprechend und in seinem eigenen Tempo Erfahrungen und Entwicklungsschritte zu machen. So helfen wir dem Kind in sich selber die notwendigen Werkzeuge kennen und benützen zu lernen, ihnen vertrauen zu lernen und zu lernen, sie optimal einzusetzen, um neue und unbekannte Probleme zu lösen.

Rebecca Wild benützt ein schönes Bild zur Veranschaulichung von Entwicklung:

"Wenn ein Bauer Mais säen will, so bereitet er den Boden vor, lockert ihn auf, düngt und wässert ihn und schützt das Feld vor Unkraut und vor Tieren oder Menschen, die darauf herumtrampeln könnten. Er vertraut darauf, dass das Maiskorn schon selbst weiss, wie es sich entwickeln muss. Es würde dem Bauern nicht einfallen ihm beizubringen, wie es Wurzeln schlagen, Stamm und Blätter formen und sich schliesslich zu einer Früchte tragenden Pflanze voll entwickeln soll. Wir glauben, dass unsere Kinder nicht weniger intelligent sind als andere Lebewesen und dass sie fähig sind, ihrem eigenen Entwicklungsplan entsprechend zu wachsen und zu gedeihen, wenn wir sie mit Liebe und Respekt dabei begleiten und ihnen eine Umgebung schaffen, die ihren echten Entwicklungbedürfnissen entspricht."

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